Veröffentlichungen

Silke Schwan

1. Kolumne zur Basischen Ernährung (freigestellt im Oktober 2018). Bitte informieren Sie uns bei einer Veröffentlichung und senden Sie uns ein Belegexemplar. Danke!

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Basische Ernährung, ein Modetrend?

Basischer essen ist gesünder. (Veröffentlicht in Naturscheck 4/2018, ab Seite 71; www.naturscheck.de/assets/downloads/Naturscheck38.pdf)

Die basische Ernährung balanciert den Säure-Basen-Haushalt. Sie wird folglich nicht den gesamten Körper in einen basischen Zustand versetzen, was genauso ungesund wäre wie ein übersäuerter Körper. Sie entsäuert – idealerweise kombiniert mit einem Entsäuerungsprogramm – das Bindegewebe, die Lymphe, den Dünndarm und alle anderen Organe und Körperbereiche, die einen basischen pH-Wert benötigen. Gleichzeitig sorgt die basische Ernährung dafür, dass sich im Magen die Magensäureproduktion einpendelt und dass sich im Dickdarm wieder jene nützlichen Bakterien ansiedeln können, die dort für das erforderliche saure Milieu sorgen. Die basische Ernährung versorgt den Menschen mit leicht aufnehmbaren basischen Mineralstoffen sowie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, die der Körper benötigt, um in sein gesundes Gleichgewicht zu finden. Gleichzeitig verschont sie uns von all jenen sauren Stoffwechselrückständen, die bei der üblichen Ernährungsweise im Körper entstehen. Auf diese Weise wird der Säure-Basen-Haushalt harmonisiert, so dass in allen Körperbereichen der richtige und gesunde pH-Wert entstehen kann. Das Ergebnis ist ein aktiver und gesunder Mensch voller Tatkraft und Lebensfreude.

Übersäuerung führt zu Mineralstoffmangel.

Oft sind Mineralstoffe in einem modern ernährten Körper Mangelware. Die Folge ist eine Säureflut im Organismus. Grosse Mengen Puffersubstanzen und auch Mineralstoffe werden benötigt, um all die täglich eintreffenden Säuren zu neutralisieren. Unser Körper versucht permanent, sein Säure-Basen-Gleichgewicht zu halten, um gesund zu bleiben. Mit Pizza & Co treffen aber nicht annähernd so viele Mineralstoffe ein, wie der Organismus für die Neutralisierung der entstehenden Säuren bräuchte. Die heute übliche Ernährungsweise aus Kaffee, Toast und Marmelade oder Eier mit Speck zum Frühstück, Teigwaren und Fleisch zum Mittagessen und Brot mit Wurst oder Käse zum Abendbrot ist nahezu mineralstofffrei. Dazu kommen jede Menge kohlensäurehaltiger Getränke und zwischendurch zuckerreiches Naschwerk. Viele Kohlehydrate, kaum Minaeralstoffe. Woher aber die benötigten Mineralstoffe nehmen? Der Körper treibt erstmal mit sich selbst Raubbau, um die Balance aufrecht zu erhalten. Er plündert seine eigen Mineralstoffdepots. Beispielsweise aus den Knochen holt er sich Mineralien. Oder aus den Zähnen. Aus dem Haarboden, den Blutgefässen oder aus den Organen. Damit riskiert er langfristig schwere Schäden wie z. B. Karies, Krampfadern, Haarausfall, Osteoporose, brüchige Fingernägel, Bandscheibenleiden, Arteriosklerose usw. Es bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig, um sich kurzfristig am Leben zu halten. Denn das Blut muss basisch bleiben, koste es, was es wolle – sonst droht unter Umständen eine Azidose (Übersäuerung des Blutes) mit all ihren Folgen.

Übersäuerung macht dick.

Vom Körper werden bei einer Übersäuerung so viele Fettzellen wie möglich angelegt. Fett eignet sich prima zur Einlagerung der Säuren bzw. ihrer Schlacken und schützt gleichzeitig die lebenswichtigen Organe vor diesen gefährlichen Giften. Sie sind also möglicherweise zu dick, weil Sie übersäuert sind! Und solange Sie übersäuert bleiben, ist eine dauerhafte Gewichtsabnahme nicht selten ein unerfüllter Wunsch. In einem übersäuerten Zustand ist eine Diät daher nicht nur nutzlos, sondern auch wenig intelligent. Sie würden Ihren Organen den Fettschutz nehmen und sie den ätzenden Säuren aussetzen. Mit einer basischen Ernährung purzeln die Kilos übrigens oft ganz automatisch.

Übersäuerung belastet dauerhaft die Organe und Gefäße

  • Sie verstopft Blutgefässe (Arteriosklerose) und führt potentiell zu Bluthochdruck.
  • Sie lagert sich in die feinen Gefässe der Augennetzhaut ein und führen zu zunehmender Sehschwäche.
  • Sie nistet sich im Haarboden ein und läßt Ihre Haare ausfallen.
  • Sie bildet Nieren-, Gallen- und Blasensteine.
  • Sie blockiert Gelenke und bewirkt teuflische Schmerzen (Arthritis, Arthrose, Gicht und Rheuma).
  • Sie setzt sich zwischen die Zellen der Haut, macht diese alt, faltig. Sie lässt Altersflecken und Cellulite entstehen.


Übersäuerung lockt Bakterien und Pilze an.

Wenn Ihr Körper übersäuert ist, ist es so, als riefen Sie all die „bösen“ Mikroorganismen mit dem Megaphon zu sich. Denn nirgends fühlen sich Bakterien, Viren, Pilze und andere schädliche Mikroorganismen so wohl wie in einem sauren oder fehlerhaften Milieu. Sie werden häufig erkältet sein, an grippalen Infekten und Entzündungen der Nasennebenhöhlen leiden. Sie werden ausserdem häufiger Hautausschläge, Allergien und Kopfschmerzen haben. Pilze wie Candida albicans werden Ihnen Blähungen, Scheideninfektionen, Müdigkeit, Heisshunger auf Süssigkeiten, übermässigen Appetit und Blutzuckerschwankungen bescheren. Wenn Sie übersäuert sind, arbeitet Ihr überfordertes Immunsystem nur noch mit halber Kraft. Krankheiten jeglicher Art – Infektionskrankheiten, chronische Krankheiten, Zivilisationskrankheiten – sind dann völlig normal. Dauerhafte Gesundheit kann sich nur in einem Körper mit ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt entwickeln und kann dort auch bis ins hohe Alter bestehenbleiben.
Nächste Kolumne: Basenbildende Lebensmittel als Gesundmacher.

 

Am Seitenende finden Sie eine Tabelle mit Lebensmitteln, die basisch bzw. säurebildend wirken. Sowie ein paar Einkaufs- und Lagerungstips.

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2. Kolumne zur Basischen Ernährung (freigestellt im Dezember 2018).

 

Basenbildende Lebensmittel als Gesundmacher. (Veröffentlicht in naturscheck, 1/2019, Seiten 62-63: https://naturscheck.eu/wp-content/uploads/2019/03/NS39_web.pdf )

 

Dauerhafte Gesundheit kann sich optimal nur in einem menschlichen Körper mit einem ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt entwickeln und dort auch bis ins hohe Alter bestehenbleiben und entzündlichen Erkrankungen entgegenwirken. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann oftmals alle negativen, gesundheitlichen Auswirkungen der heute überwiegenden Übersäuerung der meisten Menschen wieder umkehren. Die überwiegend basische Ernährung schafft ein langfristiges Körper-Milieu, in dem schädlichen Bakterien und Pilzen die Lebensgrundlage genommen wird und in dem sich nur solche Mikroorganismen wohl fühlen, die für unsere Gesundheit von Vorteil sind. Eine solche Ernährung führt mittelfristig zur Entsäuerung, also zur Ausleitung aller überschüssigen Säuren und deren Schlacken aus unserem Körper, und versorgt uns gleichzeitig mit allen essentiellen Mineralien und Spurenelementen. Bei dieser Form der Ernährung hat der Körper keinen Grund mehr, Fett einzulagern, welches wiederum Säuren und Gifte bindet. Stattdessen schmilzt das Fett fast wie von selbst dahin und nimmt zudem auch noch die darin eingelagerten Säuren und Toxine mit sich fort. Die basische Ernährung macht folglich fit, sie hält jung, schlank und schön. Sie verhindert chronische Erkrankungen und beugt den meisten typischen Zivilisationskrankheiten sowie zu frühen Alterserscheinungen vor.

Die große Frage, die sich nun selbstverständlich stellt, ist: Aus welchen Lebensmitteln besteht die basische Ernährung überhaupt? 

Die überwiegend basische Ernährung besteht ausschliesslich aus gesunden basischen Lebensmitteln, während ungesunde säurebildende Lebensmittel gemieden werden sollten. Das klingt auf den ersten Blick etwas verwirrend, glaubt man doch im Allgemeinen, dass basisch gleichbedeutend mit gesund sei. Das jedoch ist nicht immer der Fall. Wenn Sie sich nämlich so manche – nach hochwissenschaftlichen analytischen Methoden erstellte – Säure-Basen-Tabelle ansehen, werden Sie feststellen, dass dort bei den basischen Lebensmitteln u. a. Wein, Nuss-Nugat-Brotaufstrich, Marmelade, Bier oder auch Speiseeis zu finden sein können. Toll, werden Sie denken, das sind ja alles Dinge, die ich mag. Nur leider werden Sie, wenn Sie sich Ihren „basischen“ Speiseplan aus diesen Lebensmitteln zusammenstellen, auf Wohlbefinden und Genesung vergeblich warten müssen. Warum ist das so? Wenn das Basenpotential eines Lebensmittels untersucht wird, dann verbrennt man dieses Lebensmittel in der Regel und untersucht danach, wie basisch oder sauer die übrig gebliebene Asche ist. Der Verbrennungsprozess immitiert sozusagen die Verdauung/Verbrennung im menschlichen Körper. Daneben schaut man, wie hoch der Gehalt an säurebildenden Aminosäuren im jeweiligen Lebensmittel ist. Diese zwei Aspekte genügen alleine jedoch nicht, um das tatsächliche Basen- und Gesundheitspotential eines Lebensmittels festzulegen. Lebensmittel, die tatsächlich basisch und gesund sind, sollten auf mindestens 8 Ebenen basisch wirken und nicht nur auf zwei.

 

Basische Lebensmittel und die 8 Grundsätze ihrer Wirksamkeit: 

  1. Basische Lebensmittel verfügen über einen hohen Gehalt an basisch wirkenden Mineralien und Spurenelementen (Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen).
  2. Basische Lebensmittel sind arm an säurebildenden Aminosäuren, wie z.B. Methionin und Cystein. Bei einem Überschuss dieser sauren Aminosäuren, die viel in Fleisch, Fisch, Eier, aber auch in Paranüsse, Sesam oder sogar in Soja vorkommen, entsteht Schwefelsäure beim Abbau innerhalb der Verdauung.
  3. Basische Lebensmittel liefern Stoffe (z. B. Bitterstoffe), die in unserem Organismus die körpereigene Bildung von Basen anregen.
  4. Basische Lebensmittel hinterlassen bei ihrer Verstoffwechslung keine sauren Stoffwechselrückstände (Schlacken) im Körper.
  5. Basische Lebensmittel enthalten spezifische Stoffe, wie z. B. Antioxidantien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll, etc., die den Körper nachhaltig vitalisieren, die seine Entgiftungsorgane stärken, seine Ausleitungsorgane entlasten und die das gesamte Immunsystem unterstützen. So versetzen die gesunden basischen Lebensmittel unseren Körper in die Lage, eigenständig überschüssige Säuren, Gifte und Schlacken besser neutralisieren und ausleiten zu können. Das verhindert auf lange Sicht eine Übersäuerung bzw. mindert eine vorhandene Übersäuerung.
  6. Basische Lebensmittel verfügen über einen sehr hohen Wassergehalt, so dass der Körper immer über ausreichend Flüssigkeit verfügt (auch wenn mal zu wenig getrunken wird), um überschüssige Säuren oder andere Schlacken rasch über die Nieren ausscheiden zu können.
  7. Basische Lebensmittel wirken aufgrund ihrer hohen Vitalstoff- und Antioxidantiengehalte sowie der richtigen Fettsäuren entzündungshemmend. Latente Entzündungsprozesse stehen oft am Anfang vieler chronischer Zivilisationserkrankungen wie z.B. Rheuma oder Arteriosklerose oder Diabetes bis hin zu den immer häufiger aufkommenden Autoimmunerkrankungen und verlaufen zunächst völlig unbemerkt. Entzündungsprozesse führen zu einer endogenen, im Körper stattfindenden Säurebildung und verstärken somit nochmal eine „weitere Übersäuerung“ desselben. Basische Lebensmittel lindern bzw. verhindern eine solche „weitere Übersäuerung“ über eine permanente Reduzierung riskanter Entzündungsprozesse.
  8. Basische Lebensmittel fördern die Darmgesundheit und stabilisieren die gesunde Darmflora. Denn, je gesünder der Darm ist, umso besser und schneller können anfallende Säuren ausgeschieden werden und umso vollständiger verläuft die Verdauung. Weniger Schlacken fallen an und bleiben im Körper zurück.

 

Säurebildende Lebensmittel werden im Zusammenhang mit dem Säure-Basen-Haushalt oft auch als saure Lebensmittel bezeichnet. Säurebildende Lebensmittel schmecken jedoch nicht in jedem Falle sauer. Sauer ist lediglich deren Wirkung auf den Organismus. Ein säurebildendes Lebensmittel kann also herzhaft (Fleisch) oder süss (süsses Gebäckteilchen) schmecken und dabei dennoch eine säurebildende Wirkung auf den Organismus haben, weil bei der Verstoffwechslung dieser Lebensmittel im Körper saure Stoffwechselrückstände entstehen. Hingegen können manche tatsächlich sauer schmeckenden Lebens-mittel durchaus zu den basischen Lebensmitteln gezählt werden, wie z. B. säuerliche Früchte.

Säurebildende Lebensmittel wirken auf mindestens 8 Ebenen sauer: 

  1. Säurebildende Lebensmittel enthalten reichlich sauer wirkende Mineralien und Spurenelemente (z. B. Phosphor, Schwefel, Jod, Chlor, Fluoride).
  2. Säurebildende Lebensmittel sind reich an säurebildenden Aminosäuren wie Methionin und Cystein, so dass deren übermässiger Verzehr zur Bildung von Schwefelsäure führt.
  3. Säurebildende Lebensmittel sind äusserst arm an jenen Stoffen (z. B. Bitterstoffe), die im Organismus die körpereigene Bildung von Basen anregen und die so zu einer Entsäuerung beitragen.
  4. Säurebildende Lebensmittel enthalten derart zahlreiche schädliche und säurebildende Zutaten, dass bei ihrer Verstoffwechslung im Körper große Mengen an sauren Stoffwechselrückständen (Schlacken) entstehen. Säurebildende Zutaten sind beispielsweise Alkohol, Koffein, Zucker oder auch synthetische Lebensmittelzusatzstoffe (Konservierungsmittel, Farbstoffe, etc).
  5. Säurebildende Lebensmittel enthalten keine oder deutlich weniger Inhaltsstoffe (z. B. Antioxidantien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll etc.), die den Körper zur eigenständigen Entsäuerung motivieren.
  6. Säurebildende Lebensmittel verfügen meist über einen sehr geringen Wassergehalt, so dass der Körper, vor allem wenn gleichzeitig zu wenig Wasser getrunken wird, kaum über genügend Flüssigkeit verfügt, um Säuren oder andere Schlacken rasch über die Ausleitungsorgane (z.B. Nieren, Haut, Lunge) ausscheiden zu können. Ein Teil der Schlacken lagert sich somit im Körper(-fett) ein.
  7. Säurebildende Lebensmittel fördern im Körper die Entstehung von schwelenden/unbemerkten Entzündungen, z. B. aufgrund ihres hohen Gehalts an entzündungsfördernden Fettsäuren, aber auch, weil sie arm an entzündungshemmenden Stoffen sind. Dadurch entstehen zusätzlich verstärkt Säuren.
  8. Säurebildende Lebensmittel verschlechtern die Darmgesundheit und schädigen die Darmflora. Je kränker unser Darm ist, umso weniger werden anfallende Säuren ausgeschieden werden und umso unvollständiger verläuft die Verdauung. Folglich fallen mehr Schlacken an. Zusätzlich produzieren jene Bakterien, die bei einer geschädigten Darmflora überwiegen, unterschiedliche Toxine, die dann noch zusätzlich zur Übersäuerung und Verschlackung des Körpers beitragen. Ein schädigender Kreislauf, der das köpereigene Immunsystem nachhaltig negativ beeinflusst.

Sie wissen nun also, dass eine basische Ernährung aus basenbildenden Lebensmitteln besteht, während viele säurebildende Lebensmittel gemieden werden sollten. Sie wissen ferner, warum die basischen Lebensmittel basisch wirken und warum die säurebildenden sauer wirken. Doch welche Lebensmittel gehören nun zu den basischwirkenden und welche zu den säurebildenden? Und in welchem Verhältnis müssen sie stehen? Denn die rein basische Ernährung ist keine Ernährung auf Dauer! Die basenüberschüssige Ernährung dagegen sehr wohl. Diese Fragen werde ich in meiner nächsten Kolummne „Ganz oder fast ganz basisch essen?!“ ausführlich beantworten. Bleiben Sie neugierig!

 

Am Seitenende finden Sie eine Tabelle mit Lebensmittel, die basisch bzw. säurebildend wirken! Sowie ein paar Einkaufs- und Lagerungstips.

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3. Kolumne zur Basischen Ernährung (freigestellt im Februar 2019)

 

Ganz oder fast ganz basisch essen? (Veröffentlicht in naturscheck sommer 2019; S. 68 ff)

 

Die rein basische Ernährung besteht zu 100 Prozent aus basischen Lebensmitteln. Sie ist ideal geeignet, eine Entschlackungskur, eine Entgiftung, eine Darmreinigung, eine Schwermetallausleitung, eine Kur zur Gewichtsreduktion oder ein Entsäuerungsprogramm zu begleiten. Die konsequent basische Ernährung wird daher in den allermeisten Fällen kurativ, also vorübergehend praktiziert. Irgendwann, nach ein paar Wochen, ist Ihr Organismus ganz gesäubert, entgiftet, entschlackt und gereinigt. Jetzt benötigt er die Power und Kraft der basenüberschüssigen und nicht mehr der rein basischen Ernährung. Bei der basenüberschüssigen Ernährung verwenden Sie zu etwa 70 bis 80 Prozent basische und zu ca. 20 bis 30 Prozent gesunde(!) säurebildende Lebensmittel. Die basenüberschüssige Ernährung ist dadurch die perfekte Ernährung, die Sie auch dauerhaft praktizieren können und sollten. Der Vorteil gegenüber der rein basischen Ernährung ist, dass in einer basenüberschüssigen Ernährung auch jene Lebensmittel Einsatz finden, die über eine sehr hohe Nährstoff- und Mikronährstoffdichte verfügen, wie z. B. Nüsse, Pseudogetreide, Erdnüsse, Hülsenfrüchte oder auch Eier. Und von denen muss man gar nicht so sehr viel essen, um bereits ausführlich mit den täglich benötigten Nähr- und Vitalstoffen versorgt zu sein.

Genauso wie es weniger gesunde basische Lebensmittel gibt, gibt es auch gesunde säurebildende Lebensmittel. Säurebildende Lebensmittel sind nämlich nicht in jedem Falle und automatisch alle ungesund. Es gibt gute (gesunde) und schlechte (schädliche) säurebildende Lebensmittel.

Zu den guten Säurebildnern gehören beispielsweise:

  • Nüsse.
  • Hülsenfrüchte.
  • Kakaopulver in hoher Qualität, am besten in Rohkostqualität.
  • Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse).
  • Bio-Getreide z. B. Dinkel, Kamut oder Gerste in kleinen Mengen (wenn keine Unverträglichkeiten oder Gesundheitsbeschwerden vorliegen).
  • In überschaubaren Mengen hochwertige tierische Produkte aus biologischer Landwirtschaft z. B. Bio-Eier, Fisch aus Bio-Aquakultur, Bio-Fleisch (Huhn, Pute, Kalb).
  • Hochwertiger Bio-Tofu (nicht industriell bearbeitet).

Zu den schlechten säurebildenden Nahrungsmitteln zählen sämtliche stark verarbeiteten Produkte:

  • Fertigprodukte aller Art (auch die meisten Fertiggetränke).
  • Die meisten Milchprodukte außer Butter, Ghee und Sahne in Bio-Qualität, die als neutral eingestuft werden.
  • Stark verarbeitete Sojaprodukte (insbesondere das texturierte Sojaprotein, das mit TVP abgekürzt wird und oft als Grundlage für Fleischersatz angeboten wird.
  • Getreideprodukte aus Auszugsmehlen (Back- und Teigwaren wie Kuchen, Gebäck, süsse Teilchen, Nudeln, manche Frühstückscerealien wie z. B. Cornflakes, Fertigmüslis, Crispies, Crunchys etc…).
  • Produkte aus Gluten (Seitan), z. B. vegetarische Würste, Aufschnitt, Bolognese o. ä. .
  • Sämtliche industriell gefertigte Produkte, die Zucker (auch Fruchtzucker) enthalten.
  • Alkohol- und koffeinhaltige Produkte aller Art.
  • Produkte aus konventioneller Tierhaltung.

Die guten säurebildenden Lebensmittel sollten auch in der basenüberschüssigen Ernährung Verwendung finden. Die schlechten säurebildenden Lebensmittel gilt es besser ganz zu meiden.

Basenüberschüssige Ernährung – Jetzt fange ich an! 

  • Ihre Grundnahrungsmittel sind also künftig Bio-Gemüse aller Art in allen Zubereitungsformen sowie bunte Bio-Salate. Kartoffeln und geröstete Maroni sind tolle basische Beilagen.
  • Selbstgezogene Bio-Sprossen ergänzen Ihre Salate, Gemüse- und Kartoffelgerichte.
  • Quinoa, Buchweizen und Hirse ersetzen herkömmliche Getreideprodukte wie Pasta und Reis. Wird die Lust auf Pasta oder Reis übermächtig, dann wählen Sie (glutenfreie) Nudeln aus Mais, Hirse oder Buchweizen sowie Langkorn-Reissorten wie Jasminreis in der Vollkornvariante.
  • Aus Nüssen und Samen (Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) lassen sich leckere Bratlinge zubereiten, die dafür sorgen, dass Sie weniger Fleisch, Fisch und Wurst essen werden.
  • Kaufen Sie Fleisch, Fisch und Eier ausschliesslich aus biologischer Landwirtschaft!
  • Essen Sie mehr frische Früchte statt zuckerhaltiger Snacks. Doch essen Sie auch Früchte nicht in Unmengen (Achtung vor zuviel Fruchtzucker). Ideal ist es, Früchte auf leeren Magen und nicht als Dessert zu essen. Sie werden dadurch verträglicher.
  • Machen Sie bei Lust auf Süsses, Ihre Süssigkeiten und Ihre Schokolade einfach selbst.
  • Aus Nüssen und Samen lassen sich sogar milchähnliche Getränke, Nuss-Käse, auch Sauercremes und Joghurt herstellen. Auf diese Weise können Sie die säure- und schleimbildenden Milchprodukte langsam reduzieren. Lassen Sie sich im Internet inspirieren.
  • Frisch gepresster Zitronensaft oder naturtrüber Apfelessig ersetzen die üblichen Weinessige.
  • Wenn Sie gerne Joghurtdressing essen, dann nehmen Sie statt Joghurt weisses Mandelmus.
  • Wählen Sie ausschliesslich gesunde Öle und Fette: Olivenöl für Salate und zum leichten Dünsten, Kokosöl, Bio-Bratöl oder Ghee zum Braten und Frittieren, Leinöl und Hanföl für Rohkost und Smoothies und hochwertige Bio-Butter, Rohmilchbutter, Olivenbutter oder Mandelbutter aufs Brot. Olivenbutter geht ganz einfach: Olivenöl nach Gusto leicht salzen, in ein Schälchen füllen und für eine Stunde ins Gefrierfach stellen. Fertig und kann sofort verwendet werden.
  • Reines kohlensäurefreies Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser ersetzt gekaufte Säfte aller Art sowie kohlensäurehaltige und alkoholische Getränke.
  • Kräutertees oder gelegentlich auch Grüntee ersetzen Kaffee und Schwarztee.
  • Mandelmilch ersetzt Milchgetränke.
  • Probieren Sie grüne Smoothies mit viel Chlorophyll (Grüne Pflanzenteile wie Blätter und Stiele)!

Am Seitenende finden Sie eine Tabelle mit Lebensmittel, die basisch bzw. säurebildend wirken! Sowie ein paar Einkaus- und Lagerungstips.

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Grüne Smoothies.

Eine Erfolgsgeschichte für Ihre Gesundheit.

Grüne Smoothies sind DIE perfekte Mahlzeit für moderne Menschen, denen ihre Gesundheit wichtig ist. Durch die eigene Zubereitung der grünen Smoothies macht gesunde Ernährung unglaublich viel Spass. Die grünen Mixgetränke aus Früchten, grünem Blattgemüse und Wasser schmecken köstlich, sind im Nu zubereitet und liefern hochkonzentrierte Vital- und Nährstoffe in ihrer natürlichsten Form.

 

Die Entdeckerin der grünen Smoothies: Victoria Boutenko 

Grüne Smoothies wurden von der gebürtigen Russin Victoria Boutenko entdeckt, die heute mit ihrer Familie in den USA lebt. Die gesamte Familie Boutenko litt lange Zeit an den verschiedensten Gesundheitsbeschwerden. Victorias Mann hatte eine sehr schmerzhafte rheumatische Arthritis sowie eine sog. progressive Hyperthyreose (fortschreitende Schilddrüsenüberfunktion). Victoria selbst wurde eine Herzkrankheit diagnostiziert, an der bereits ihr Vater verstorben war und sogar ihre beiden Kinder litten schon im zarten Teenageralter an den quälenden Symptomen chronischer Erkrankungen. Tochter Valya kämpfte seit ihrer Geburt mit Asthma und Sohn Sergei war Diabetiker (Typ 1). Verschiedene Ärzte stimmten schliesslich darin überein, dass sich die Familie Boutenko mit ihren Gebrechen abfinden müsse. Selbstverständlich gäbe es wunderbare Medikamente, mit denen man versuchen könne, ihre Leiden ein wenig zu mildern, aber eine Chance auf Heilung gäbe es nun wirklich nicht. Victoria Boutenko wollte sich damit aber nicht abfinden und begab sich auf die Suche nach einer Lösung.

 

Schwere Krankheiten mit Rohkost geheilt 

Alsbald stiess sie auf die Rohkosternährung und war sofort hell begeistert. Sie stellte praktisch über Nacht die Ernährung ihrer ganzen Familie um. Verständlicherweise brachen die Kinder angesichts der neuen sehr gemüse- und früchtelastigen Mahlzeiten nicht gerade in einen Freudentaumel aus. Doch hielt ihr Widerwillen nicht sehr lange an. Dann nämlich, als sie bemerkten, dass ihre Krankheitssymptome mit dieser Art der Ernährung verschwanden. Und als sie dann auch noch in Form von Grünen Smoothies serviert wurde, die richtig gut schmeckten, begannen sie, diese Ernährung richtiggehend zu lieben. Victorias Herz funktionierte plötzlich wieder und ihr Mann, der vor Schmerzen nicht mehr selbst seine Schnürsenkel hatte binden können und laut seines Orthopäden eher früher als später im Rollstuhl landen würde, konnte nach dreieinhalb Monaten Rohkost – gemeinsam mit der ganzen Familie – an einem 10-Kilometer-Rennen teilnehmen.

 

Und wie entstand er erste Grüne Smoothie 

Victoria beobachtete unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen und deren tierische Ernährungsgewohnheiten. Sie sah, dass Schimpansen aussergewöhnlich grosse Mengen der verschiedensten Blätter und Wildpflanzen assen und zwar nicht mit Dressing, sondern besonders gerne gemeinsam mit Früchten. Sie sah auch, dass Schimpansen ihre Nahrung ausgiebig kauten und nicht in aller Hast hinunterschlangen, wie es gestresste Menschen normalerweise zu tun pflegen. Fasziniert war sie ausserdem von der unglaublichen Vielfalt und Varianz, in der die Menschenaffen ihre grünen Blattmahlzeiten zu sich nahmen. Während viele Menschen – oft während ihres gesamten Lebens – gerade einmal eine Handvoll verschiedener grüner Blattgemüse zu sich nehmen, ernähren sich Schimpansen von weit über hundert verschiedenen grünen Pflanzen. Menschen essen ausserdem relativ vitalstoffarme Kultursalate, denen die Bitterstoffe weggezüchtet wurden, Schimpansen hingegen fressen Wildpflanzen, die zu den reichhaltigsten Mikronährstoffquellen unseres Planeten gehören.

 

Victoria zog für sich und ihre Familie die entsprechenden Schlüsse:

  • Es sollte künftig mehr grüne Blattgemüse geben.
  • Es sollte ausserdem sehr viele verschiedene Blattgemüsearten, Kräuter und Wildpflanzen geben.
  • Sie würden darauf achten, alles sehr gründlich zu kauen.

Doch da ergaben sich die ersten echten Probleme. Vor allem die Kinder mochten nach wie vor keine grünen Blattgemüse und es fiel ihnen schwer, diese so ausführlich zu kauen, wie es nötig gewesen wäre. Und genau aus dieser Zwickmühle heraus entstand der Erste Grüne Smoothie.

 

Der grüne Smoothie 

Victoria hatte gesehen, dass Schimpansen ihr Grünzeug gerne zusammen mit Früchten essen. Also gab sie Grünzeug, Früchte und etwas Wasser in den Mixer. Das Ergebnis war ein grüner Drink, der – wider Erwarten – köstlich schmeckte und es daher erlaubte, grosse Mengen grünes Blattgemüse in der für eine optimale Verdauung notwendigen feinen Zerkleinerung mit gleichzeitig grossem Genuss zu verzehren. Die Geburtsstunde eines Heiltranks, den die Natur dem menschlichen Körper zur Verfügung stellt, damit dieser schon am Morgen mit allen notwenigen Vital- und Nährstoffen versorgt wird.

Grüner Smoothie, das Original von Victoria Boutenko zum Tagesstart: 

  • 6 Blätter roter Blattsalat (Eichblatt, Batavia o.ä.),
  • ¼ Bund frisches Basilikum oder Petersilie oder Schnittlauch,
  • Saft einer halben Zitrone,
  • ½ rote Zwiebel,
  • 3-4 Staudensellerieblätter,
  • ¼ Avocado,
  • 2 Tassen reines Quellwasser
  • Und dann das alles zusammen gut mixen und genießen😊!

 

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! Als Einkaufsunterstützung: Nahrungsmittel als Beispiele für eine gesunde und ausgewogene Basenüberschüssige Ernährung.

 

Basenbildende Nahrungsmittel (ca. 70-80% des täglichen Bedarfs):

  1. Basenbildendes, frisches Gemüse: Algen, Artischocken, Auberginen, Avocado, Staudensellerie, Blumenkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Chinakohl, frische Erbsen, Fenchel, Frühlingszwiebeln, Grünkohl, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Knoblauch, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mangold, Paprika, Petersilienwurz, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rote Beete, Rotkohl, Schalotten, Schwarzwurzel, Spargel, Süsskartoffeln, rohe Tomate, Weisskohl, Wirsing, Zucchine, etc…
  2. Basenbildende frische oder getrocknete Kräuter und frische Salate: Basilikum, Bataviasalat, Brennnessel, Brunnenkresse, Chicoree, Chilischoten, Dill, Eichblattsalat, Eisbergsalat, Endivien, Friseesalat, Gartenkresse, Ingwer, Kardamon, Kerbel, Koriander, Kopfsalat, Kreuzkümmel, Kurkuma, Liebstöckel, Löwenzahn, Majoran, Meerrettich, Melisse, Muskatnuss, Nelken, Oregano, Petersilie, Pfeffer, Pfefferminze, Piment, Rosmarin, Rucola, Safran, Salbei, Schnittlauch, Selleriestauden, Thymian, Vanille, Wildkräuter, Ysop, Zimt, Zitronenmelisse, etc…
  3. Basenbildende Pilze und Sprossen: Austernpilze, Champignon (weiß oder braun), Morcheln, Pfifferlinge, Shitake, Steinpilze, etc…; frische Sprossen von Bockshornklee, Braunhirse, Brokkoli, Dinkel, Gerste, Hirse, Leinsamen, Linsen, Mungobohnen, Rettich, Roggen, Rotkohl, Rucola, Senfkorn, Sonnenblumenkern, Weizen, etc…
  4. Basenbildende Nüsse: Erdmandeln, Mandeln, Maroni, etc…
  5. Basenbildendes Obst: Apfel, Ananas, Aprikose, Banane, Birnen, Clementinen, Datteln, Erdbeeren, Feigen, Grapefruits, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Kiwis, Mandarinen, Mangos, Melonen, Mirabellen, Nektarinen, Oliven, Orangen, Pampelmuse, Pfirsiche, Pflaumen, Preiselbeeren, Quitten, Reineclauden, Stachelbeeren, Trockenfrüchte, Weintrauben, Zitronen, Zwetschgen, etc…
  6. Basenbildende Süssungsmittel und basische Getränke: Xylit, Erytrhrit, Stevia (grünes Pulver), selbst hergestellter Dicksaft aus Trockenfrüchten und Wasser (kalt im Mixer miteinander vermixt). Getränke: Früchtesmoothies, grüne Smoothies, Kräutertees, reines Wasser, Wasser mit einem Teelöffel trübem Apfelessig, Wasser mit dem Saft von Zitronen.

 

Säurebildende Nahrungsmittel:

  1. Gute Säurebildende Lebensmittel und Getränke (in geringen Mengen, ca. 20-30% des täglichen Bedarfs.): Bio-Getreide (Dinkel, Kamut, Gerste in Brot- oder Sprossenform), Getreideprodukte (Bulgur, Couscous aus Dinkel, Hafer und Haferflocken, Hirse, Vollkornreis, Hülsenfrüchte (Kernbohnen, Linsen, Kichererbsen, getrocknete Erbsen),  Kakao, Mais, Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse, Cashewkerne, Kokosnuss), Ölsaaten ( Leinsaat, Sesam, Hanfsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn, Chiasamen, etc…wenn man die Saaten keimen lässt, sind die Sprossen basisch!), Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth, Buchweizen), kleine Mengen Biofleisch, Bio-Eier, Fisch aus Bio-Aquakultur, Bio-Tofu ; Getränke: Grüntee, Matcha, Lupinenkaffee, hochwertige pflanzlische Drings, Trinkschokolade aus Rohkost-Kakaopulver.

 

Nahrungsmittel, die (so weit wie möglich) gemieden werden sollten. 

  1. Schlechte Säurebildner – pflanzlische Lebensmittel: Alle Essige außer naturtrüber Apfelessig, Fertigprodukte aller Art, Getreideprodukte aus Auszugsmehle, glutenhaltige Produkte, fertiger Ketchup, Sauerkonserven, Senf, Speiseeis, Sojaprodukte (wenn sie stark verarbeitet sind, vor allem die mit TVP abgekürzte und getrocknete Form), Süssungsmittel wie Dicksäfte und Honig in größeren Mengen, Haushaltszucker.
  2. Schlechte Säurebildner – tierische Lebensmittel: Wenn aus konventioneller Bewirtschaftung dann keine: Eier, Fisch, Fleisch, Brühe, Wurrst, Schinken, Milchprodukte aller Art (Quark, Joghurt, alle Käsesorten, Frischmilch und H-Milch), Ausnahmen: Butter, Ghee, Sahne in Bioqualität = neutral).
  3. Schlechte Säurebildner – Getränke: Alkohol- und koffeinhaltige Getränke, Fertiggetränke wie Softdrings, alle Sorten Kaffee (auch koffeinfrei), Milch, kohlensäurehaltige Getränke (auch Mineralwasser), alle Teesorten außer Kräutertees!

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Lebensmittel richtig kaufen und Lagern

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Vitalstoffverluste von Obst und Gemüse vermeiden!

 

Der Grad des Vitalstoffverlustes nach der Ernte und während der Lagerung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig: Erntezeitpunkt, Lagerung, Verpackung. Darüber hinaus hängt der Vitalstoffverlust auch noch von vielen anderen Dingen ab, wie z. B. von der Art und Sorte der Frucht/des Gemüses, von der Anbauart (bio oder konventionell), der Bodenqualität, den Wetter- und Klimaverhältnissen während der Wachstumsperiode (Sonnenstunden, Regenmenge etc.) und sogar davon, ob die Früchte und das Gemüse von Hand oder maschinell geerntet wurden (die maschinelle Ernte verursacht häufiger Schäden und bedeutet daher für die Frucht bzw. das Gemüse auch mehr Stress). Besonders empfindlich ist das Vitamin C, weshalb es sich bei der Lagerung am ehesten aus Früchten und Gemüsen verabschiedet. Frische Erbsen beispielsweise verlieren nach ca. 7 Tagen Lagerung bei 4 Grad Celsius 15 Prozent ihres ursprünglichen Vitamin-C-Gehaltes. Grüne Bohnen verloren unter denselben Bedingungen und in der gleichen Studie bereits 77 Prozent ihres einstigen Vitamin-C-Gehaltes. Wird Brokkoli bei 0 Grad gelagert, hat er hingegen nach 7 Tagen noch immer seinen vollständigen Vitamin-C-Gehalt. Lagerte man ihn eine Woche lang bei 20 Grad, dann war er nicht nur gelb aufgeblüht, sondern man mass ausserdem einen Vitamin-C-Verlust von 56 Prozent. Karotten verlieren bei der 20-Grad-Lagerung in einer Woche 27 Prozent und Spinat gar 100 Prozent des ursprünglichen Vitamin-C-Gehalts. Lagert man beides hingegen kühl bei 4 Grad, beträgt der Vitamin-C-Verlust bei Karotten 10 und bei Spinat 75 Prozent. In tiefgefrorenem Zustand behalten die Karotten ihr Vitamin C vollständig über sage und schreibe 12 Monate hinweg, der Spinat verliert in dieser Zeit hingegen trotz der tiefen Temperaturen von minus 20 Grad immerhin 30 Prozent seines Vitamin-C-Gehalts.

Schon diese wenigen Beispiele zeigen, wie uneinheitlich Vitalstoffverluste eintreten und dass es ausserordentlich wichtig ist, wirklich frisch geerntetes Obst und Gemüse zu kaufen. Lernen Sie hier, wie man frisches Obst und Gemüse erkennt. Greifen Sie beim Einkauf nicht blindlings zu! Kaufen Sie nicht das, was auf Ihrem Einkaufszettel steht, sondern das, was frisch angeboten ist! Schulen Sie dazu Ihren Blick, um FrischeKriterien schnell zu erkennen und alte überlagerte Früchte und Gemüse im Laden zu belassen. Ideal wäre es natürlich, wenn Sie Obst und Gemüse nur auf dem Wochenmarkt direkt vom Erzeuger oder im Hofladen eines Biolandwirts kaufen könnten, wo Sie sicher sein können, nur wirklich frisch geerntete Saisongemüse zu bekommen. Oft wird dort das Gemüse am Vorabend oder gar am selben Morgen geerntet, bevor es zum Verkauf ausliegt. Wenn Sie jedoch im Bio-Supermarkt oder im konventionellen Discounter einkaufen, dann sollten Sie wissen, wie Sie Frische erkennen können. Ein schlapper Salat ohne Spannkraft im Blatt, ein gelb aufgeblühter Brokkoli und eine Gurke, die sich problemlos biegen lässt, sind natürlich nicht mehr frisch. Das sieht jedes Kind. Wie aber erkennt man einen frischen oder zumindest wohlschmeckenden Apfel? Wie eine wirklich aromatische Ananas? Wie frische Trauben? Wie eine gute Avocado? Und wie verhält es sich mit unreifen Früchten? Reifen diese zu Hause nach? Und welche Früchte und Gemüse reifen überhaupt nach? Sehr viele Früchte werden im Erzeugerland unreif geerntet. Die Haltbarkeit dieser Früchte ist deutlich länger und ihr Handling ist einfacher, da sie beispielsweise nicht so empfindlich für Druckstellen sind. Bananen gehören zu diesen Früchten, die grundsätzlich unreif geerntet werden. Meist kommen sie jedoch nicht unreif in den Handel, weil sie zuvor in Reifekammern mit Hilfe von Ethylen künstlich gereift werden. Nur im Bio-Handel, wo es diese "gewaltsame" Nachreifung nicht gibt, kann man schon auch mal grasgrüne Bananen kaufen und muss diese dann eben zu Hause an einem warmen Ort nachreifen lassen. Andere Früchte jedoch gibt es sehr wohl auch im konventionellen Handel in unreifem Zustand. Dazu gehören häufig die Exoten wie Ananas, Papaya, Mango, Cherimoya, aber auch Nektarinen, Birnen, Pflaumen, Melonen und Pfirsiche.

Die Frage, die sich der Verbraucher hier häufig stellt, ist, reifen denn all die unreifen Früchte bei mir zu Hause nach? Die Antwort lautet: Manche, aber nicht alle. Zu den Früchten, die nachreifen können, wenn sie nicht allzu früh geerntet wurden und auch nicht beschädigt sind, gehören die folgenden:

Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche, Avocados, Bananen, Birnen, Kiwi, Mango und Papaya, Pflaumen, Tomaten.

Dann gibt es jedoch auch Früchte, die grundsätzlich nicht mehr nachreifen, wenn sie einmal von ihrer Mutterpflanze getrennt wurden. Die meisten werden Sie kennen. Die folgende Liste mit Früchten, die nicht mehr nachreifen, beruht daher auf unseren eigenen Erfahrungen und ist sicher nicht vollständig, kann also jederzeit ergänzt werden:

Ananas, Auberginen, Beeren, Gurken, Kirschen, Paprika, Trauben, Zitrusfrüchte (Orangen, Mandarinen, Zitronen – grüne Zitrusfrüchte werden zwar bei niedrigen Temperaturen orange bzw. gelb, doch betrifft diese Nachreifung nicht die Qualität und Aroma des Fruchtfleisches, sondern nur die Farbe der Schale).

Bei Obst und Gemüse müssen Schnittstellen und Stiele frisch sein. Beim Einkauf von Obst und Gemüse achten Sie also zunächst darauf, solche unreifen Früchte zu meiden, von denen Sie wissen, dass sie nicht mehr nachreifen werden. Exotische Früchte richtig lagern. Ein wichtiger Aspekt bei der richtigen Lagerung von Obst und Gemüse ist deren jeweiliges Herkunftsland. Eine exotische Frucht beispielsweise befand sich bis vor wenigen Tagen noch in ihrer gemütlich feuchtwarmen Heimat. Im Kühlschrank erleidet sie einen echten Schock und verliert umgehend einen grossen Teil ihres Aromas. Lagern Sie daher Früchte, die aus den Tropen stammen, nie im Kühlschrank – mit einer Ausnahme: Während man reife Avocados auch tatsächlich gut einige Tage lang in der Kühle lagern kann, ist das selbst mit sehr reifen Mangos, Ananas oder Papayas ohne Geschmackseinbussen kaum möglich. Länger als einen Tag sollten diese Früchte nicht im Kühlschrank verbringen, und auch dann wirklich nur, wenn sie längst ausgereift sind. Zu den Exoten gehören natürlich auch die Bananen. Sie reifen am besten bei Zimmertemperatur, verlieren jedoch auch im Kühlschrank nur wenig an geschmacklicher Qualität. Reife Bananen können auch in Stücke geschnitten und eingefroren werden. Die tiefgefrorenen Bananen können hervorragend zusammen mit etwas frisch gepresstem Orangensaft, weissem Mandelmus und z. B. Zimt oder Carobpulver oder auch Kakaopulver im leistungsfähigen Mixer zu einer erstklassigen und gesunden Eiscreme verarbeitet werden. Zitrusfrüchte stammen heutzutage meist aus den Subtropen, also aus nicht gar so heissen Gefilden wie Papaya & Co, mögen den Kühlschrank aber verständlicherweise trotzdem nicht besonders gern. Zwar sind sie nicht gar so kälteempfindlich wie die Exoten, verlieren in der Kälte aber ebenfalls an Aroma und sollten nicht unter 15 Grad gelagert werden.

Bei manchen dünnschaligen Orangen und Mandarinen verändert sich die Schale im Laufe einiger Tage bei hohen Zimmertemperaturen in eine noch dünnere, aber harte lederartige Schale. Sie schützt die Frucht vor Austrocknung und obwohl die Orange oder Mandarine fast schon wie eine kleine Mumie aussieht, ist ihr Fruchtfleisch darunter meist wunderbar saftig und aromatisch. Ideal wäre für die längerfristige Lagerung von Zitrusfrüchten also eine Speisekammer oder ein ungeheiztes Treppenhaus. Bewahrt man sie nur kurz auf, können sie gut ungekühlt im Wohnzimmer oder der Küche verharren.

Einheimisches Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten ist nicht sehr kälteempfindlich, könnte daher theoretisch in der oberen Etage im Kühlschrank gelagert werden – also dort, wo es nicht gar so kalt ist. Bei sehr tiefen Temperaturen jedoch erleiden diese Früchte Kälte- und Frostschäden, was sich an glasigen Stellen im Fruchtfleisch bemerkbar macht. Viel besser ist daher für die kälteunempfindlicheren Früchte ein kühler, aber nicht zu kalter Platz wie die Speisekammer oder ein anderer ungeheizter Raum. Ideal wäre natürlich ein Naturkeller, da dieser nicht nur kühl ist, sondern auch über die ausreichende Luftfeuchtigkeit verfügt, was die Haltbarkeit der Früchte immens erhöht. Steinobst wie Nektarinen, Pfirsiche, Zwetschgen, Mirabellen und Pflaumen können bei Zimmertemperatur gelagert werden. Es handelt sich sowieso meist um sehr leicht verderbliche Früchte, die möglichst rasch verzehrt werden sollten. Zum Steinobst gehören auch die Kirschen. Auch sie schmecken frisch am allerbesten und leiden im Kühlschrank sehr. Zur Not kann man sie in den wärmsten Bereich des Kühlschranks stellen. Dazu legt man sie in eine verschliessbare Schüssel und bedeckt sie mit einem feuchten Papiertuch. Innerhalb von zwei Tagen sollten Kirschen jedoch verzehrt sein.

Ideal ist es, Beeren zu pflücken und sofort in den Mund zu schieben, sie also gar nicht erst aufzubewahren. Was aber, wenn man erst am Folgetag den Beerenkuchen oder das Beerendessert zubereiten möchte oder für die grosse Einmachaktion am Pflücktag keine Zeit mehr ist? Beeren können notfalls wie Kirschen gelagert werden (Schüssel, feuchtes Tuch), sollten aber spätestens am Folgetag eingefroren, eingemacht oder anderweitig verarbeitet werden. Besonders Erdbeeren und Himbeeren neigen sehr schnell zu Schimmelbefall. Heidelbeeren und Johannisbeeren sind diesbezüglich nicht so anfällig und können folglich auch den einen oder anderen Tag länger gelagert werden.

Die typischen Fruchtgemüse Tomaten, Gurken und Paprika, aber auch Zucchini, Auberginen und Kürbisse stammen allesamt aus sehr warmen Regionen wie Südamerika, Indien oder Arabien – und mögen die Kälte des Kühlschrankes nicht. Bei Zimmertemperatur aber verderben Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen ziemlich rasch. Will man Gurke & Co jedoch erst im Laufe der Woche verbrauchen, dann sollten sie doch in den Kühlschrank. Tomaten jedoch haben im Kühlschrank zu keiner Zeit etwas verloren. Sie bleiben in einer flachen Schüssel oder im Gemüsekorb bei Zimmertemperatur in der Küche liegen. Dort reifen Sie – wenn erforderlich – auch in aller Ruhe nach und behalten ihr Aroma, während sie dieses im Kühlschrank rasend schnell verlieren.

Zwiebeln und Knoblauch werden luftig und trocken aufbewahrt. Dazu gibt es spezielle Tontöpfe oder Leinensäckchen. Im Kühlschrank haben weder die einen noch die anderen etwas verloren. Zwiebeln ist es dort zu feucht und zu kühl. Sie beginnen daher im Kühlschrank gern zu schimmeln. Dies gilt für trockene Zwiebeln. Frühlingszwiebeln oder auch Speisezwiebeln mit viel Grün welken ausserhalb des Kühlschranks natürlich und werden daher am besten in Frischhalteboxen mit einem feuchten Papiertuch gepackt oder in Frischhaltefolie gewickelt. Kartoffeln können in der kühlen Speisekammer oder – für bis zu zwei Wochen – auch bei Zimmertemperatur in der Küche in kleinen Körbchen oder Holzkisten aufbewahrt werden, die mit Papier ausgeschlagen sind. Man legt die Kartoffeln trocken, von Erdresten mit einer trockenen Gemüsebürste befreit, aber ungewaschen hinein und schlägt das Papier so über den Kartoffeln zusammen, dass nicht der kleinste Lichtstrahl sie erreichen kann. Eine helle Lagerung würde gemeinsam mit hohen Temperaturen zum Keimen der Kartoffel und vor allen Dingen zum Grünwerden der Knollen führen. Das grüne Solanin, das dann in der Kartoffel gebildet wird, gilt als giftig, wird auch durch Kochen nicht abgebaut und sollte daher vor der Zubereitung grosszügig aus der Kartoffel geschnitten werden. Selbstverständlich lagern Sie Äpfel und andere Ethylenproduzenten nicht in der Nähe von Kartoffeln und Zwiebeln. Die Früchte würden zum schnellen Austrieb und Verderb der Knollen und Zwiebeln führen.

Vielleicht fragen Sie sich inzwischen, wofür Sie überhaupt einen Kühlschrank besitzen, wenn kaum etwas darin untergebracht werden darf. Damit ist jetzt Schluss. Blattgemüse, Kräuter und Salate sowie Busch- und Stangenbohnen, Zuckererbsen und "normale" Erbsen nämlich lagert man eingewickelt in Frischhaltefolie oder auch in Kunststoffboxen – und zwar im Kühlschrank. Sind die Gemüse sehr trocken, legt man ein feuchtes Papierküchentuch in die Tüte oder Box zum Salat. Frisch geerntete Salate und Spinat o. ä. sind jedoch meist noch feucht und benötigen das Tuch nicht. Würde man diese Gemüse ohne Box in den Kühlschrank legen, wäre es im Nu schlapp und welk. Auch das Kräutersträusschen im Wasserglas welkt, da die Verdunstung groß ist und die Kraft nicht ausreicht Feuchtigkeit aufzunehmen. Im Kühlschrank hingegen und gemeinsam mit dem obligatorischen feuchten Tuch eingepackt in eine Plastikbox hält es sich hervorragend und oft über eine Woche lang. Genau wie Blattgemüse lagert man auch Knollen, Wurzeln, Spargel und viele Kohlgemüse. In diese Gemüsegruppen gehören also z. B. Karotten, Rote Bete, Radies, Rettich, Kohlrabi, Brokkoli, Rosenkohl und viele weitere. Man packt sie gemeinsam mit einem feuchten Tuch in Frischhalteboxen ein und verfrachtet sie in den Kühlschrank.

Sollten Sie Karotten direkt vom Bauern kaufen, könnte es sein, dass die Wurzeln noch voller Erde sind. Bürsten Sie die Erde mit einer trockenen Gemüsebürste ab, da die Erde schnell austrocknet, dann der Möhre Feuchtigkeit entziehen würde und so zu einem schnelleren Schlapp- und Runzligwerden der Möhren führt. Im Frühjahr und Sommer erhält man ferner Karotten, Rote Bete, Radieschen, Kohlrabi und Rettiche oft mit frischem Grün. Entfernen Sie die Blätter zu Hause umgehend, andernfalls würden die Blätter aus den Wurzeln bzw. Knollen Feuchtigkeit ziehen, um sich noch möglichst lange am Leben zu halten. Das Ergebnis wären alsbald lasche und schrumpelige Wurzeln.

Beachte: 

Das Möhrengrün (und auch die übrigen Blätter) schmeckt übrigens wunderbar aromatisch, steckt voller Vitalstoffe und sollte unbedingt in grünen Smoothies oder klein gehackt im Salat genutzt werden.

Lebe gesund, Mensch, bleib klar!

Die BalanceExperten

 

 

Traktat und ganzheitliches Selbstverständnis.

 

 

Wir Menschen sind Wanderer? Und die Liebe zeigt uns unseren Weg. (veröffentlicht im Magazin "naturscheck 01/2019"; S. 70-71 : https://naturscheck.eu/wp-content/uploads/2019/03/NS39_web.pdf )

 

Beständig gehen wir durch Raum und Zeit und erfahren dabei sekündlich neue Dinge. Oder Bekanntes in neuem Gewande. Verwandelt. Wir beginnen jeden Tag und jede Nacht mit allen Möglichkeiten des Universums. Unseren Chancen. Wir haben eine schier unerschöpfliche Quelle der Neugierde und Energie in uns, die täglich befriedigt sein möchte und die uns beständig, stetig antreibt, weiter zu wandern. Wir suchen um das Suchen, das Lernen und das Sich-Wandeln zu erfahren, nicht um des Fest-Haltens willen. Unser eigentliches Ziel ist das Wandern, das stetige Erfahren und Sammeln von Weisheit und Wissen und das Integrieren und Weitergeben desselben und nicht das ewigliche Fest-Halten und Bewahren. Umherziehen auf der schier unendlichen Erde war und ist der wahre Sinn des irdischen Lebens seit seinen Anfängen. Nicht das Erfahren und Besitzenwollen um jeden Preis, das ewiglich Bewahrenwollen, sondern das selbstlose Erfahren, Lernen, Speichern, Weitergeben und Weitergehen macht unser Leben reicher. Wir sind Geschöpfe eines neugierigen Geistes und einer enorm mächtigen und liebenden Seele, die durch uns und mit uns lebendige, irdische Erfahrungen sammeln möchten. Die irdischen und sehr lebendigen Erfahrungen einer physischen Existenz, die der beseelte Geist, den manche Gott nennen, vielleicht nicht hat oder nicht machen kann.

Und diejenigen Menschen, die nur ansammeln und ewiglich bewahren möchten, sind diejenigen, die ihre Ängste, Neurosen und Psychosen entwickeln und hegen und pflegen. Sie sind die ewigen Stehenbleiber und die ruhelos Stehengebliebenen. Die Unneugierigen. Die Neider. Die sinnlos Konsumierenden. Die Eifersüchtigen. Die Ängstlichen. Die, die sich vom schöpferischen Auftrag, der Liebe und der Macht ihrer Seelen abgewendet und entfernt haben, nachdem sie eine gewisse materielle Sicherheit für Ihr vergängliches Dasein gewonnen hatten. Sie schauen stets nach Innen auf sich und nur noch dorthin. Sie werden täglich neurotischer und eingeschränkter in ihrem Blick. Sie sehen nicht die Welt der Wunder, die sich täglich neu für uns und vor uns entfaltet, sondern nur die physischen Dinge, die sie umgeben und die sie noch nicht haben. Und die möchten sie besitzen, um gegen ihre irrelevanten (Todes)-Ängste einen irdischen Anker zu besitzen. Eine starre und konstruierte Sicherheit gegen das Unwiderrufliche des ewigen Fortschreitens. Ihre banale Angst dominiert und domestiziert ihre angeborene Liebe. Sie grenzen sich und die Dinge, durch die sie (ewig) zu existieren/zu sein glauben, eifersüchtig ab von den anderen. Sie teilen nicht mehr und sie verzeihen nicht. Das Verzeihen wäre gleichzusetzen mit dem Verlassen ihrer imaginären und absurden Sicherheit. Unverzeihlich. Sie nutzen die göttliche Inspiration und die universelle Energie für zwei ihnen elementar erscheinende Aktionen: Sie nutzen gigantische Teile ihrer Motivation zum persönlichen Sammeln und Festhalten, und motivieren mit dem Rest ihrer göttlichen Energie andere dazu, ihnen noch mehr Dinge zu besorgen, damit sie noch unangreifbarer und sicherer werden. Sie suchen den „goldenen Schlüssel“ dafür, möglichst viele Kopien von irgendwelchen sinnlosen, materiellen Dingen und Gütern herzustellen, die ihnen nach deren Verkauf/Vertrieb noch mehr sinnlose, materielle Dinge und irdische Reichtümer zufließen lassen. Deren einziger Sinn im Leben ist es, noch mehr und mehr anzuhäufen, um sich in einer stetig wachsenden Quasi-Sicherheit unangreifbar und autonom zu fühlen. Doch das wird nicht gelingen. Das ist der größte Irrtum aller Ich-Benötige-Besitz-Menschen. Man kann nichts besitzen. Alles, alles ist nur geliehen!

Besitzen heißt: Stehenbleiben! Lebendig tot! Erstarren! Doch die Angst wird die Freiheit der Liebe nie besiegen oder gar auslöschen können. Und es gibt keine Sicherheit außer der Einen Wahrheit: Das Wissen darum, dass wir vom ewig liebenden Geiste/Schöpfer geschickte Wanderer sind und den Sinn unseres Seins im Erfahren, im Lernen, im Weitergeben und in der eigenen Beweglichkeit finden. Das gibt uns die innige Sicherheit, den Wunsch des universellen Geistes und seiner ganzen Schöpfung zu leben. Im vollkommen friedlichen und total eifersuchtslosen Einklang mit allem, was uns umgibt. Jeder gewollte oder zufällige Besitz und jedes abgeschlossene Projekt ist nichts als ein weiterer Schritt, der vertrauensvoll losgelassen werden muss, damit es weitergehen kann. So wie man ein reifes Kind losläßt, wenn es alleine laufen und existieren kann, so löst man sich dankbar und demütig vom beendeten Augenblick. Weiterwandern durch Raum und Zeit. Lernen. Lehren. Loslassen. Stets wieder im selben Rhythmus. Dankbar und demütig. Die einzige Methode, psychisch gesund und munter zu sein und aktiv zu bleiben. Glaube, Liebe, Hoffnung. Alles Schaffen wird nur für den Augenblick der endgültigen Fertigstellung und Weitergabe gebraucht. Danach sind andere, elementare Erfahrungen zu machen, die uns am Leben erhalten und weiter tragen durch Raum und Zeit. Wir werden genährt durch diese unsere universellen Erfahrungen, nicht durch unsere Ängste. Ängste sind vollkommen deplatziert in einer liebevollen Welt. Sie stören nur die Bewegung. Sie lähmen uns und lassen uns lange vor dem echten Tod unseres Körpers innerlich sterben. Und wir hören auf zu staunen. Wir sollten vielmehr lernen, unsere ewigen Augen nicht vor den unendlichen Wundern des Seins zu verschließen. Wir sollten lernen, in uns aufzunehmen, was uns die Schöpfung täglich schenkt. Und wir sollten lernen, diese Geschenke mit anderen zu teilen und dankbar dafür zu sein.

 

Silke & Thomas Schwan

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